Erneuerbare Energien versus fossile Energien.
Unterschiede und Ausblick
Welche Stärken und Schwächen zeigen die einzelnen erneuerbaren und fossilen Energien? Das zeigt unser Vergleich. Jetzt lesen.
Erneuerbare und fossile Energien: Vorkommen und Vorrat
Fossile Energieträger kommen meist konzentriert an einzelnen Standorten vor. Dort werden sie abgebaut oder gefördert. Doch es gibt Unterschiede. Während beispielsweise Erdöl nach der Förderung zunächst in Raffinerien aufbereitet werden muss, steht Erdgas nach einer Reinigung bereits gebrauchsfertig zur Verfügung.
Der weltweite Vorrat an Erdöl, Braun- und Steinkohle sowie Erdgas wird irgendwann zur Neige gehen. Einen exakten Zeitpunkt dafür zu bestimmen, ist schwer. Jedoch wird angenommen, dass die Vorräte an Öl und Erdgas bereits in diesem Jahrhundert aufgebraucht sein werden. Die Kohlevorräte werden hingegen auf mehrere hundert Jahre geschätzt.
Erneuerbare Energien sind überall auf der Welt verfügbar. Lediglich die Menge an Sonnenenergie, Wind- und Gezeitenkraft variiert von Standort zu Standort. Der Vorrat gilt als unerschöpflich, da die meisten erneuerbaren Energien direkt oder indirekt aus umgewandelter Sonnenkraft bestehen. Solarenergie nutzt die Sonnenkraft direkt, während Pflanzen erst durch Sonnenlicht wachsen können und deren Reste später als Biomasse Energie abgeben. Werden Pflanzen eigens zur Erzeugung von Bioenergie angebaut, kann allerdings eine Konkurrenz der Anbauflächen entstehen, da diese auch zur Produktion von Lebensmitteln genutzt werden.
Kosten von erneuerbaren und fossilen Energien
Die Kosten für fossile Energien werden weiter steigen. Denn einerseits führt ein knappes Angebot bei gleichbleibendem oder steigendem Energiebedarf automatisch zu höheren Preisen und andererseits werden zukünftig auch schwer zugängliche Quellen erschlossen, was die Förderung verteuert. Erneuerbare Energien werden immer günstiger. Das liegt unter anderem am weltweiten Vorkommen und der direkten Nutzungsmöglichkeit.
Wer beispielsweise eine Photovoltaik-Anlage besitzt, verbraucht die erzeugte Energie direkt selbst. Kosten für Aufbereitung, Transport und Lagerung eines Energieträgers entfallen dabei. Zudem finden technische Anlagen im Bereich der Erneuerbaren immer stärker den Weg auf den Massenmarkt. Statt Kleinserien zu hohen Stückpreisen können inzwischen große Chargen kostengünstiger produziert werden.
Mögliche Auswirkungen auf die Umwelt
Um Energie aus fossilen Energieträgern zu gewinnen, werden diese in der Regel verbrannt. Dabei entsteht unter anderem Kohlendioxid (CO₂). Während Braun- und Steinkohle höhere Emissionswerte je erzeugter Energieeinheit aufweisen, entstehen bei Erdgas geringere Emissionen pro Energieeinheit.
Erneuerbare Energien wie Windkraft, Solarenergie oder Wasserkraft werden zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Die Eigenschaften und Emissionsbilanzen unterscheiden sich je nach Energiequelle, Technologie und Betrachtungsweise. Bei Bioenergie spielen neben dem Herstellungsverfahren auch Herkunft und Anbau der eingesetzten Rohstoffe eine Rolle. Werden Energiepflanzen gezielt angebaut, können unter anderem Flächennutzung, Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion und Auswirkungen auf die Bodenbewirtschaftung diskutiert werden.
Erneuerbar oder fossil: Wie sieht die Zukunft aus?
Blicken wir auf die zukünftige Energieversorgung, gewinnen erneuerbare Energien und neue Energietechnologien zunehmend an Bedeutung. Für die Strom- und Wärmeversorgung werden deshalb zusätzliche Anlagen und Infrastrukturen benötigt. Die Energiewende umfasst dabei verschiedene Maßnahmen rund um Energieerzeugung, Netze, Speicher und Verbrauch. Auch für viele Verbraucherinnen und Verbraucher spielen Fragen der zukünftigen Energieversorgung eine wichtige Rolle.
Unter anderem stehen Verbraucherinnen und Verbrauchern Tarife wie GASAG | STROM zur Verfügung. Im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Energieversorgung wird Erdgas häufig als Übergangstechnologie diskutiert. Ein Grund dafür ist die bestehende Gasinfrastruktur, die künftig auch für andere gasförmige Energieträger genutzt werden kann. So wird unter anderem untersucht, wie Wasserstoff in bestehende Netze integriert werden kann.