Kohleausstieg selbst gemacht.
Die gute Nachricht ist: Deutschland steigt aus der Kohle aus. Die schlechte: Bis es so weit ist, dauert es noch ein paar Jahre.
Deshalb lautet das Motto jetzt: Kohleausstieg selbst gemacht! Wir zeigen, wie es geht.
Der Kohleausstieg in Deutschland ist beschlossene Sache. Auf der Weltklimakonferenz in Glasgow Anfang November 2021 wurde das Ende der Kohleverbrennung auch auf globaler Ebene eingeläutet. Das ist auch nötig, um die CO2-Emissionen zu senken und die Erderwärmung zu begrenzen – möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Doch Staaten brauchen Jahre, um ihre Klimaziele umzusetzen. Wer den Kohleausstieg vorziehen will, muss nicht so lange waren. Jeder kann das für sich persönlich sofort tun.
Der Zeitplan: Kohleausstieg 2038 in Deutschland
Spätestens 2038 soll laut Kohleausstiegsgesetz der Kohleausstieg in Deutschland vollzogen sein und somit die Kohlekraftwerke zur Geschichte machen. Bereits 2020 verabschiedeten sich die ersten Kohlekraftwerke vom Netz, weitere folgen nach und nach. Im Lauf der nächsten Jahre wird immer wieder geprüft, ob die Braun- und Steinkohlekraftwerke schon früher als geplant stillgelegt werden können. So könnte Deutschland den vollständigen Ausstieg aus der Kohle vorzeitig bis 2035 oder sogar schon bis 2030 schaffen.
Raus aus der Kohle – was bringt’s?
Beim Ersatz von Kohle durch Erdgas entstehen bei der Stromerzeugung deutlich weniger CO₂-Emissionen, da Kohle unter den fossilen Energieträgern die höchsten CO₂-Emissionen verursacht. Steinkohle verursacht zum Beispiel pro Kilowattstunde zwischen 790 und 1.080 Gramm Treibhausgase, Braunkohle sogar 980 bis 1.230 Gramm, je nach Effizienz des Kraftwerks. Erdgas liegt dagegen bei circa 420 Gramm. Mit dem schrittweisen Kohleausstieg sollen zwischen 2020 und 2030 mehrere Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Mit dieser Menge kommt Deutschland seinen Klimazielen ein ganzes Stück näher. Zu den Unmengen an CO2-Emissionen kommt noch, dass Kohlekraftwerke die Luft mit Feinstaub und Schwermetallen belasten und massiv in die Landschaft eingreifen.
Kohleausstieg selbst gemacht: zu Ökostrom wechseln
Bis Deutschland den Kohleausstieg komplett geschafft hat, ist es leider noch ein bisschen hin. Wem das zu spät ist, macht seinen persönlichen Kohleausstieg einfach selbst. Wie das geht? Einfach von Normalstrom zu Ökostrom wechseln. Ökostrom ist 100 Prozent aus erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne, Wasserkraft, Biomasse oder Erdwärme. Die Herkunftsnachweise für den GASAG | Ökostrom stammen aus erneuerbaren Energien aus europäischen Anlagen.
Der Wechsel zu Ökostrom geht einfach und schnell, durchgängige Versorgung ist garantiert. Ökostrom ist nicht zwangsläufig teurer als konventioneller Strom. In vielen Fällen kann Ökostrom sogar günstiger als die Grundversorgung sein. Noch ein Grund mehr, jetzt den persönlichen Kohleausstieg zu vollziehen und sich von fossilen Energiequellen zu trennen. Tschüss, Kohlestrom!