Null Emissionen

Leben mit Null Emissionen – geht das?

Ein Leben mit möglichst geringen Emissionen: In welchen Bereichen lassen sich Treibhausgasemissionen bereits heute deutlich reduzieren? Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Stellschrauben.

Können wir mit Null Emissionen leben?

Das gesamte Leben auf Null Emissionen auszurichten, erscheint aus heutiger Sicht womöglich abstrakt. Doch in einigen Bereichen gibt es bereits heute verschiedene Möglichkeiten, den Energieverbrauch und die Emissionen im Alltag zu beeinflussen.

Nullenergiehaus: Eigenversorgung und Energiebedarf im Gleichgewich

Passivhäuser, die im Jahresverlauf ihren Energiebedarf durch selbst erzeugte Energie ausgleichen, werden als Nullenergiehäuser bezeichnet. Möglich wird das durch eine spezielle Bauweise und moderne Heizsysteme, beispielsweise auf Basis von Erdwärme. Der für den Betrieb der Wärmepumpe benötigte Strom wird entweder selbst erzeugt oder als Strom aus erneuerbaren Energien bezogen.

Weniger Emissionen im Verkehr

Im Mobilitätssektor spielt die Reduizierung von Emissionen eine wichtige Rolle. Wer häufiger das Fahrrad nutzt, verursacht im Vergleich zu vielen motorisierten Verkehrsmitteln keine direkten Abgasemissionen. Elektrofahrzeuge gewinnen im Mobilitätsbereich zunehmend an Bedeutung. Und natürlich kann das Elektorfahrzeug auch mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen geladen werden.

Ernährung mit weniger Emissionen

Der Bereich Ernährung verursacht einen erheblichen Anteil der weltweiten Treibhausgasemissionen. Wer sich bewusster ernährt und beispielsweise den Fleischkonsum reduziert, kann den mit der Ernährung verbundenen Treibhausgasausstoß beeinflussen. Für die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch entstehen je nach Produktionsweise zwischen 10 und 30 Kilogramm Treibhausgasemissionen. Eine vollständig emissionsfreie Ernährung ist derzeit kaum möglich. Dennoch gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die mit Lebensmitteln verbundenen Treibhausgasemissionen zu beeinflussen.

Potenziale erkennen und Emissionen reduzieren

Mit etwa 70 bis 80 Prozent sind die Bereiche Wohnen, Mobilität und Ernährung für die überwiegenden Treibhausgasemissionen verantwortlich. Wer verantwortungsbewusst konsumiert, gebrauchte Artikel statt Neuware kauft, nach Möglichkeit auf Flugreisen verzichtet und energiesparende Geräte einsetzt, kann mit dem eigenen Konsum ganz bewusst einen Beitrag leisten.

Auch wenn ein Leben mit möglichst geringen Treibhausgasemissionen derzeit nur in einzelnen Bereichen erreichbar ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die eigenen Emissionen im Alltag Schritt für Schritt zu verringern. Das Wichtigste ist, überhaupt anzufangen. Denn viele Maßnahmen können nicht nur Emissionen verringern, sondern auch den Energieverbrauch und die laufenden Kosten senken.