Holzeischeit und Holzpellets vor einem Kamin Bild mit KI erstellt.

Erneuerbare Energien für zu Hause.

Ob beim Bauen oder Sanieren, ob im Eigenheim oder in der Mietwohnung: Wir geben einen Überblick über die Möglichkeiten, Strom und Wärme für das Zuhause aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Erfahren Sie, welche Lösungen Bauherren, Immobilieneigentümerinnen und -eigentümern sowie Mieterinnen und Mietern zur Verfügung stehen.

Energie aus den erneuerbaren Energiequellen Sonne, Wind, Erdwärme, Biomasse oder Wasserkraft wird aus natürlichen Energiequellen gewonnen. Diese Energiequellen erneuern sich durch natürliche Prozesse, stehen langfristig zur Verfügung und unterscheiden sich damit von fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl oder Erdgas.

Immer mehr Menschen interessieren sich deshalb für die Nutzung erneuerbarer Energiequellen zur Versorgung ihres Haushalts mit Strom, Wärme und Warmwasser. Photovoltaikanlagen, Solarthermie, Wärmepumpen und weitere Technologien ermöglichen die Nutzung von Energie aus Sonne, Umweltwärme und anderen erneuerbaren Quellen. Moderne Anlagen ermöglichen die Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen für Strom, Wärme und Warmwasser. Welche Kosten entstehen, hängt unter anderem von Anschaffung, Verbrauch und Energiepreisen ab.

Wer einen Teil der benötigten Energie selbst erzeugt, kann einen Teil seines Strom- oder Wärmebedarfs direkt vor Ort decken. Für Neubauten gelten gesetzliche Anforderungen an die energetische Qualität des Gebäudes und an die Wärmeversorgung. Welche Vorgaben im Einzelfall zu beachten sind, hängt unter anderem vom Bauvorhaben, vom Standort und von den jeweils geltenden gesetzlichen Regelungen ab.

Das gilt nicht nur für Neubauten, sondern auch für ältere Gebäude. So wird zum Beispiel der Einbau von neuen Heizanlagen, die erneuerbaren Energien nutzen, mit einem Investitionszuschuss von bis zu 80 Prozent gefördert. GASAG unterstützt Sie dabei, die passende Förderung für die neue Heizung zu finden.

Photovoltaik

Eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) wandelt Sonnenenergie in Strom um. Die PV-Anlage wird normalerweise auf dem Hausdach des Eigenheims montiert. Mieterinnen und Mieter können sie aber auch auf dem Balkon anbringen. Scheint die Sonne, produziert die PV-Anlage durch Solarzellen Solarstrom, der im Haus beispielsweise für Homeoffice, Fernseher oder Waschmaschine genutzt werden kann. Wird mehr produziert als die Hausbewohnerinnen und Hausbewohner selbst in diesem Moment verbrauchen, wird er gegen eine Einspeisevergütung ins allgemeine Stromnetz eingespeist. Besonders praktisch sind allerdings Solaranlagen mit Speicher.

Die Batteriespeicher speichern die überschüssige Energie aus Photovoltaik dann, wenn die Sonne scheint, und stellen sie – ganz unabhängig vom Wetter – im Haus zur Verfügung, wenn sie gebraucht wird. Das ist meistens morgens und abends, wenn der Stromverbrauch höher ist, in der Nacht oder an Tagen ohne Sonnenschein.

Bei niedriger Einspeisevergütung kann ein höherer Eigenverbrauch wirtschaftlich attraktiver sein. Die tatsächlichen Einsparungen hängen unter anderem von den Energiepreisen und dem Verbrauchsverhalten ab. Solarberaterinnen und Solarberater informieren im Rahmen unseres Services GASAG Solar umfassend und individuell zur Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage.

Ökostrom

Es gibt viele Möglichkeiten, um erneuerbare Energien im eigenen Zuhause zu nutzen. Diese sind jedoch häufig Immobilienbesitzerinnen und -besitzern vorbehalten. Allerdings können auch Mieterinnen und Mieter leicht auf Ökostrom, also 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind, Wasser, Biomasse oder Erdwärme umsteigen – zum Beispiel mit GASAG | Ökostrom. Der Strom wird nicht direkt zu Hause produziert. Für den Wechsel zu einem Ökostromtarif sind keine eigenen Erzeugungsanlagen erforderlich. Die Preise für Ökostromtarife unterscheiden sich je nach Anbieter und Tarif. GASAG | Ökostrom stammt aus europäischen Anlagen.

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe nutzt Erdwärme (auch Geothermie genannt), Wärme aus der Umgebungsluft, Wasser oder eine Kombination von verschiedenen erneuerbaren Energieträgern zur Energiegewinnung.

Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten ähnlich wie Kühlschränke, nur umgekehrt: Während ein Kühlschrank die Luft in seinem Inneren kühlt und Wärme nach außen abgibt, entzieht die Luft-Wasser-Pumpe der Umgebungsluft die Wärme, heizt sie weiter auf und gibt sie an das Heizsystem ab.

Wärmepumpen werden mit Strom betrieben. Dieser kann beispielsweise aus einer Photovoltaikanlage oder aus Ökostrom, also 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien, stammen. Wärmepumpen können für Heizung und Warmwasserbereitung eingesetzt werden. Sie sind vor allem für gut gedämmte Neubauten mit niedrigem Wärmebedarf und hoher Energieeffizienz geeignet.

Solarthermie

Aus Sonnenenergie lässt sich nicht nur elektrischer Strom gewinnen, sondern auch Wärme, und zwar mittels einer Solarthermie-Anlage auf dem heimischen Hausdach. Diese wandelt Solarenergie mittels Sonnenkollektoren in Wärme um. Ein Wärmespeicher hält die eingespeiste Wärme für mehrere Tage vor, sodass sie auch dann abgerufen werden kann, wenn die Sonne nicht scheint.

Solarthermieanlagen können zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung eingesetzt werden. Welchen Anteil des Wärmebedarfs sie decken können, hängt von Gebäude, Anlage und Nutzung ab. Eine Solarthermieanlage wird daher meist mit einer herkömmlichen Heizung kombiniert. Wie die Wärmepumpe eignet sich Solarthermie sowohl zur Warmwasserbereitung als auch zum Heizen, sodass es sich lohnt, diese beiden Technologien miteinander zu vergleichen.

Holzheizung oder Pelletheizung

Holzheizungen oder -öfen werden mit Pellets, Hackschnitzeln, Scheitholz oder Grünpflanzen betrieben. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Die Kosten hängen von Brennstoffart, Region und Marktentwicklung ab. Für Holzheizungen wird meist schnell nachwachsendes Holz von minderer Qualität oder Holzabfälle aus der holzverarbeitenden Industrie und Forstwirtschaft genutzt. So zum Beispiel für die Pelletheizung: Die Pellets bestehen überwiegend aus getrockneten Sägespänen, die zu gleichgroßen Stäbchen gepresst wurden. Sie enthalten viel Energie und brauchen wenig Platz zum Lagern.

Elektrische Heizanlagen

Elektrische Heizanlagen arbeiten mit Strom statt mit fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas. Die so produzierte Energie wird Heizstrom genannt. Nachtspeicherheizungen zählen zum Beispiel zu solchen elektrischen Heizanlagen. Für den Betrieb einer elektrischen Heizanlage können Sie sich für 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen entscheiden.

E-Mobilität

Elektromobilität ist eine Form des motorisierten Verkehrs mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen. Mittlerweile werden E-Autos auch in Deutschland serienmäßig produziert und die Infrastruktur dafür entwickelt sich in den Städten und auf dem Land stetig weiter. Wer ein E-Auto besitzt kann es mit einer Wallbox auch zuhause laden. Für das Laden von Elektrofahrzeugen kann Strom aus einer eigenen Photovoltaikanlage oder aus dem Stromnetz genutzt werden.