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Die größten Stromfresser im Haushalt

Nachhaltigkeit fängt im Haushalt an. Wer Stromfresser in Wohnung und Haus identifiziert, kann seinen Stromverbrauch wirkungsvoll reduzieren. Wir zeigen, welche Geräte die zehn größten Stromfresser im Haushalt sind, wie sie zu finden sind und wie sich mit ein paar Tricks ganz einfach Energie sparen lässt. Das schont nicht nur das Klima, sondern auch das Portemonnaie.

Stromfresser-Menschen-gucken-unterm-Bett

Stromfresser Nummer 1: Alte Heizungspumpen


Häufig unterschätzt beim Stromverbrauch im Haushalt: alte Heizungspumpen. Die sind Stromfresser Nummer eins und können einen großen Teil der Stromkosten ausmachen. Veraltete Heizungspumpen laufen oft durchgängig, unabhängig vom tatsächlichen Bedarf. Der Verbrauch liegt bei etwa 600 bis 800 Kilowattstunden (kWh). Das tut besonders weh, wenn der Strompreis pro kWh so hoch ist wie momentan. In Deutschland kostet eine kWh aktuell durchschnittlich 0,37 Euro, wie der BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft ermittelte. Für die alte Heizungspumpe kommen damit an die 300 Euro Stromkosten im Jahr zusammen. Mit neuen Modellen, die ihre Leistung an den Verbrauch anpassen, lässt sich bis zu 80 % Strom sparen. 

Stromfresser Nummer 2: Der Elektroherd


Einer der hungrigsten Stromfresser im Haushalt ist mit etwa 445 kWh der Elektroherd. Besonders bei leidenschaftlichen Köchen kommen hier jährlich beträchtliche Kosten von 165 Euro und mehr zusammen. Ein paar einfache Tricks helfen, bei älteren Modellen Strom zu sparen. Die Töpfe sollten genau auf das Kochfeld passen, hochwertiges Kochgeschirr mit ebenem Boden spart ebenfalls Energie. Und klar, immer Deckel auf den Topf! Wer den Herd vor Ende der Garzeit ausschaltet, nutzt die Restwärme optimal. Wasser zum Kochen statt auf dem Herd am besten im Wasserkocher erhitzen. Das spart nicht nur jede Menge Energie, sondern geht auch schneller. Für den Backofen gilt: Umluft ist energiesparender als Ober- oder Unterhitze und Vorheizen ist oft gar nicht nötig. Wer sich sowieso ein Neugerät anschafft, wählt einen Induktionsherd, mit dem kocht es sich schneller und günstiger.
 

Stromfresser Nummer 3: Gefrierschrank


Er summt 24 Stunden am Tag unermüdlich vor sich hin – der Gefrierschrank verbraucht schon allein deshalb viel Strom, weil er ohne Pause im Einsatz ist. Bei 415 kWh im Jahr macht das 155 Euro. Um Energie zu sparen, sollte er am besten an einem kühlen Platz stehen und regelmäßig abgetaut werden. Wer sich vorher überlegt, wo das Gewünschte zu finden ist, muss die Tür nur kurz öffnen. So gelangt möglichst wenig warme Luft ins Innere, die wieder heruntergekühlt werden müsste. 

Stromfresser Nummer 4: Kühlschrank


Auch Kühlschränke laufen rund um die Uhr, damit unsere Lebensmittel frisch bleiben, und machen damit einen hohen Anteil am Stromverbrauch im Haushalt aus.
In kWh ausgedrückt: 330, in Euro: 99. Ist der heimische Kühlschrank über zehn Jahre alt, lohnt es sich, einen neuen zu kaufen, der wesentlich energieeffizienter ist. Dabei helfen die neuen Energielabel enorm. Der neue Kühlschrank sollte nicht größer als nötig sein. Wer auf ein Gefrierfach verzichtet, zahlt weniger Strom. Die meisten Kühlschränke sind übrigens zu kühl eingestellt und verbrauchen damit mehr Energie als nötig – 7 Grad reichen aus. Und auch beim Kühlschrank gilt: Er fühlt sich in einer kühleren Ecke wohler, will in regelmäßigen Abständen abgetaut werden und mag es, wenn die Tür nur kurz und möglichst selten geöffnet wird. Was die wenigsten wissen: Ein voller Kühlschrank ist energieeffizienter als ein leerer.

Stromfresser Nummer 5: Beleuchtung 


Die Beleuchtung zählt ebenfalls zu den Stromfressern in der Wohnung und kann in einer Durchschnittswohnung verbrauchsmäßig gleichauf mit dem Kühlschrank liegen. Wer noch herkömmliche Glühbirnen verwendet, tauscht sie am besten durch moderne Sparlampen aus. Gute Modelle mit einer langen Haltbarkeit verbrauchen 80 % weniger Strom als normale Glühbirnen. LED-Leuchten sind sogar noch energieeffizienter, sie können auf über 90 % Stromersparnis kommen. Der Tausch lohnt sich besonders bei Lampen, die häufig angeschaltet sind. Wer hinter sich immer das Licht ausschaltet, spart sowieso.

Stromfresser Nummer 6: Wäschetrockner


Direkt nach der Beleuchtung kommt der Wäschetrockner mit etwa 325 kWh, das entspricht knapp 120 Euro. Wer nicht auf ein sparsameres neues Modell umsteigen will, belädt den Trockner immer voll und entnimmt die Wäsche direkt nach Programmende. Am meisten spart, wer die Wäsche einfach auf der Leine trocknen lässt.

 

Stromfresser Nummer 7: Spülmaschine


245 kWh beziehungsweise 91 Euro im Jahr:
Der Geschirrspüler verbraucht ebenfalls viel Energie, auch wenn er insgesamt hinsichtlich Strom- und Wasserverbrauch günstiger ist, als Töpfe, Teller & Co. von Hand abzuwaschen. Wer Energie sparen will, schaltet die Spülmaschine erst an, wenn sie komplett voll ist, und wählt das Eco-Programm. 

Stromfresser Nummer 8: Waschmaschine 


Die Waschmaschine schlägt jährlich mit 200 kWh oder 74 Euro 
zu Buche. Gerade bei Familien mit Kindern läuft sie oft täglich. Hier lohnt sich eine neue hochwertige, energieeffiziente Waschmaschine besonders. Die braucht meist weniger Wasser und damit auch weniger Strom zum Aufheizen. Weitere Möglichkeiten, beim Waschen Strom zu sparen: Waschmaschine nur voll beladen anschalten, niedrige Temperatur einstellen, auf Vorwäsche verzichten und, falls vorhanden, Energiesparprogramm wählen.  

Stromfresser Nummer 9: Fernseher 


Beim TV gilt: Je größer die Bildschirmdiagonale und je besser die Bildqualität, desto höher der Stromverbrauch. Jährlich kommen etwa 190 kWh zusammen, das macht 70 Euro – pro TV-Gerät. Entscheidend ist hier natürlich, wie häufig und wie lange der Fernseher läuft. Weiteres Sparpotenzial: TV und Festplattenrekorder auf Standby zu lassen, ist zwar bequem, verbraucht aber viel Energie. Also nach der Lieblingsserie besser komplett abschalten. 

Stromfresser Nummer 10: WLAN-Router 

Der WLAN-Router sorgt nicht nur für schnelles Internet, sondern auch für ein paar Euro mehr auf der Stromrechnung. Bei einem jährlichen Verbrauch von 135 kWh sind das um die 50 Euro. Oft bleibt der Router rund um die Uhr angeschaltet, weil auch das Festnetztelefon darüber läuft. Wer das nicht braucht: Viele Router lassen sich über Nacht automatisch ausschalten. Andere stromkonsumiernde Geräte im Homeoffice wie Computer, Drucker und weiteres Zubehör können sowieso über Nacht komplett ruhen, am besten mit einem Klick über eine Steckerleiste mit Schalter.

Achtung, heimliche Stromfresser


Ein oft vernachlässigter heimlicher Stromfresser im Haushalt ist der Standby-Modus. Die Annehmlichkeit, Fernseher oder Musikanlage per Fernbedienung von der Couch aus anschalten zu können und direkt betriebsbereit zu haben, macht bis zu 10 % des Stromverbrauchs aus. Für einen Drei-Personen-Haushalt kann das um die 100 Euro Unterschied im Jahr bedeuten! Auch Ladekabel und Netzteile, die in der Steckdose verbleiben, ziehen unbemerkt Strom – ohne einen Nutzen zu bringen. Am besten also immer alles abziehen oder per Steckdosenleiste ausschalten. 

So lassen sich Stromfresser finden 


Hungrige Stromfresser lassen sich mit einem Strommessgerät identifizieren. Das GASAG | Kundenzentrum, Verbraucherzentralen oder öffentliche Bibliotheken verleihen die Geräte kostenlos. In Baumärkten oder Elektronikmärkten gibt es sie auch zu kaufen. Das Strommessgerät wird wie ein Verlängerungskabel zwischen Steckdose und Netzstecker des Gerätes geschaltet und misst den durchfließenden Strom. Es gibt Aufschluss über den tatsächlichen Stromverbrauch jedes einzelnen Gerätes und rechnet gleich die Kosten aus, die pro Monat oder Jahr anfallen. 

Strom sparen und CO₂-Fußabdruck verkleinern 


Zehn Stromfresser im Haushalt bedeuten zehn Möglichkeiten, Strom zu sparen. Mit dem Umsetzen ein paar einfacher Stromspartipps und unserer Energiespartipps beim Kochen, Kühlen und Waschen ist schon viel gewonnen. Wer seinen Stromverbrauch senkt, schont Ressourcen und reduziert seinen persönlichen CO2-Fußabdruck – und deckelt die Stromrechnung. Noch besser geht das mit GASAG | Ökostrom, denn der wird klimaneutral produziert. 

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